Theater Krefeld und Mönchengladbach: neuer Spielplan

Auch wenn die Theater Krefeld und Mönchengladbach derzeit noch nicht wissen, ob und wie sie ihre Pläne umsetzen können: Generalintendant Michael Grosse möchte ein optimistisches Zeichen setzen und hat das neue Programm für die Spielzeit 2020/21 vorgestellt.

Denn unabhängig davon, wann die Vorhaben des Gemeinschaftstheaters in welcher Form realisiert werden könnten: Dahinter steckten Konzepte und künstlerische Überlegungen, die es zu präsentieren lohne, weil sie, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, die Identität des Theaters ausmachten.

„Vielleicht ist das auch unser Spielplan für 2021/22, das kann man nicht sagen“, schickt der Intendant gleich vorweg, hält aber an „einer besonderen Form der Spielplan-Treue“ fest. „Die Stücke werden so kommen“, ist er sicher. Von der Politik hätte sich Michael Grosse mehr erhofft: „Wir sind traurig darüber, dass wir bei all den Lockerungsszenarien aus politischer Sicht keine Rolle spielen.“ Hausintern werde intensiv an (Hygiene)-Konzepten gearbeitet, die einen – wenn auch eingeschränkten und veränderten – Spielbetrieb ermöglichen könnten.

Einige Änderungen für den Spielplan 2020/21 sind schon jetzt sicher, bedingt durch das Aussetzen der Vorstellungen und Proben seit Mitte März. So wird die Spielzeit im Theater Krefeld am 12. September nicht mit der Oper „Die Regimentstochter“ von Gaetano Donizetti eröffnet, sondern mit der Oper „Rusalka“ von Antonín Dvořák in der Regie von Ansgar Weigner – die Produktion war noch kurz vor dem Einstellen des Vorstellungsbetriebes am 15. März als Geisterpremiere ohne Publikum live über den You-Tube-Kanal des Theaters gestreamt worden.

In Mönchengladbach setzt das Schauspiel mit dem Musical „Cabaret“ von Joe Masteroff am 29. August den Startpunkt für die neue Saison. Schauspieldirektor Matthias Gehrt freut sich, dass er die musikalisch anspruchsvolle Rolle der Sally Bowles mit Jannike Schubert aus seinem Ensemble besetzen kann. Ein weiterer Höhepunkt im Programm des Schauspiels ist das Stück „Vögel“ des kanadischen Autors libanesischer Herkunft Wajdi Mouawad, das eine Familiengeschichte über mehrere Generationen spannt – ein Stück über Identitäten, Kulturen und den Konflikt Israel/Palästina.

Bisher bekannte Spielplanänderungen sind nur in der Online-Version des Heftes markiert, das auf der Startseite der Theater-Homepage https://www.theater-kr-mg.de/ eingesehen und heruntergeladen werden kann. Der Vorverkauf für 2020/21 kann nicht, wie gewohnt, Anfang Mai starten, sondern muss verschoben werden.